Verreisen mit Hund

von Feb 7, 2022Alltag

Verreisen mit Hund

Der Hund ist für viele Menschen ein Familienmitglied und darf selbstverständlich auch im Urlaub nicht fehlen. Eine sorgfältige Planung trägt zu einer unbeschwerten Zeit für Mensch und Tier bei.

Verreisen mit Hund – sorgfältige Planung für einen gelungenen Urlaub

 

Sorgfältige Planung ist das A und O. Das betrifft Fragen zum Urlaubsziel, der Reise und einer geeigneten Unterkunft sowie eventuellen Einreisebestimmungen und speziellen Vorschriften oder Gesetzen im Ausland. Ebenso können die Konstitution oder Eigenarten des Hundes ein Entscheidungskriterium sein – etwa, ob eine längere Reise im Auto möglich ist, er einen Flug angstfrei übersteht oder das Klima am Urlaubsort verträgt.

 

Unabhängigkeit beim Campen mit Hund genießen

 

Ist der Hund während der Fahrt mit dem mobilen Heim entspannt, ist ein Campingurlaub die Gelegenheit für eine unbeschwerte gemeinsame Zeit. Die Unterkunft sollte lediglich geräumig genug sein, der Hund benötigt einen Schlafplatz, auf den er sich bei Bedarf zurückziehen kann und es ist gegebenenfalls eine Möglichkeit zur Befestigung einer Leine erforderlich, damit er nicht eigenständig umherstreift. Was der Hund im Urlaub braucht, lässt sich im Wohnmobil verstauen, unterwegs sind jederzeit Pausen möglich und am Zielort kann der Tagesablauf flexibel gestaltet werden.

Eine Voraussetzung ist, dass Hunde auf dem Campingplatz willkommen sind oder das freie Campen gestattet ist. Soll vor Ort ein Wohnmobil gemietet werden, ist natürlich ebenfalls zu klären, ob ein Hund erlaubt ist. Die möglichen Reiseziele im In- und Ausland sind äußerst vielfältig: Der Norden lockt ebenso wie der Süden zum Campen, ein Aufenthalt am Meer kann so aufregend oder entspannend sein wie die Erkundung der Umgebung im Landesinneren mit Wäldern, Bergen oder weiten Seen.

 

Urlaub im Hotel

 

Der Aufenthalt im Hotel bietet den Vorteil, Serviceleistungen wie die Reinigung und Versorgung auszukosten. Es gibt im In- und Ausland Hotels, in denen die Mitnahme eines Hundes ausdrücklich, gegebenenfalls gegen einen Aufpreis, gestattet ist. Unterschiede gibt es dennoch bei sogenannten hundefreundlichen Unterkünften, die zu prüfen sind. Dazu zählt etwa, ob der Hund frei im Zimmer liegen darf oder eine Box vorgeschrieben ist, ob eventuell für alle oder bestimmte Hunde eine Maulkorbpflicht auf dem Hotelgelände besteht, ob eine Mitnahme auf dem Gelände gestattet ist und ob der Vierbeiner mit in den Frühstücksraum oder das Restaurant darf.

 Neben Hotels mit diversen Einschränkungen gibt es tatsächlich besonders hundefreundliche Einrichtungen, die sogar einen Futterservice oder die stundenweise Betreuung anbieten, auf Wunsch Futterschüsseln und Hundebett zur Verfügung stellen, auf dem Gelände einen Auslaufplatz haben, Trainingsmöglichkeiten anbieten oder sich durch besondere Services wie einen Hundefriseur auszeichnen. Wird alles gründlich gecheckt, kann ein Hotelurlaub mit Hund Erholung für alle sein.

 

Flugreise mit Hund

 

Nicht jedes Urlaubsziel ist mit Auto oder Bahn erreichbar. Vielleicht spricht auch die kürzere Reisedauer für einen Flug. Ob eine Flugreise mit Hund grundsätzlich möglich ist, hängt einerseits vom Hund selbst ab, andererseits von den Bestimmungen der Fluggesellschaften. Einige schließen die Beförderung ausdrücklich aus. Andere verbinden die Mitnahme mit bestimmten Regelungen die Größe und Unterbringung des Hundes betreffend.

Insbesondere gestatten einige Fluggesellschaften die Mitnahme in der Flugzeugkabine bis zu einer bestimmten Größe oder einem bestimmten Gewicht. Das kann als Handgepäck in einer Tasche oder Box sein, die bestimmte Standards erfüllt. Bei anderen ist die Beförderung im Gepäckraum grundsätzlich oder ab einem definierten Gewicht beziehungsweise einer maximalen Größe vorgeschrieben. Diesbezüglich unterscheiden sich die Regelungen wiederum die Eigenschaften der Box betreffend. Schließlich gilt es noch, die Transportgebühr für den Hund zu klären und vor allem: Ist er dem Stress der Flugreise, eventuell gar in einer Box allein im Frachtraum, auch gewachsen? Dies sollte sehr intensiv bedacht werden. Für einige Hunde ist dies extrem beängstigend.

 

Einreisebestimmungen und Vorschriften am Urlaubsort

 

Selbst in Deutschland unterscheiden sich die Vorschriften und Gesetze bezüglich des Haltens und Führens von Hunden in den Bundesländern. Gleiches gilt für die Einreise und den Aufenthalt im Ausland. Innerhalb Europas ist für die Mitnahme ein EU-Heimtierausweis vorgeschrieben, in der Regel auch ein Mikrochip. Durch den Heimtierausweis und die Mikrochipnummer wird die Identität des Hundes und ein vollständiger Impfstatus nachgewiesen. Beim Impfstatus selbst hingegen unterscheiden sich die Einreisevorschriften je nach Land – es können bestimmte Fristen vorgegeben sein.

Weitere mögliche Anforderungen sind ein Gesundheitscheck, eventuell auch ein amtstierärztliches Gesundheitsattest. Einige Länder schließen bestimmte Rassen von der Einreise aus. Es gibt Länder mit grundsätzlicher Leinenpflicht und Regelungen zur Maulkorbpflicht, andere sind freizügiger im Umgang mit Hunden. Zu prüfen ist vorab außerdem, ob es Quarantäneregelungen gibt.

 

Urlaub ohne Hund – Unterbringungsmöglichkeiten

Nicht immer ist es möglich, den ersehnten Urlaub mit Hund anzutreten. In diesem Fall bleibt nur, auf den Urlaub zu verzichten oder den Hund währenddessen anderweitig unterzubringen. Fürsorglichen Haltern ist ein entspannter Urlaub nur möglich, wenn sie wissen, dass auch ihr Liebling liebevoll und zuverlässig versorgt ist. Im Idealfall wurde vorgesorgt und es gibt eine Person, die ihn zuvor schon zeitweise betreut hat oder dem Hund zumindest vertraut ist. Vorausschauende Hundebesitzer organisieren dies für den unvorhergesehenen Krankheitsfall oder auch den Urlaub.

Andernfalls gibt es Hundepensionen und Hundehotels, in denen sich kompetente und erfahrene Menschen individuell um den Hund kümmern. Die vorübergehende Unterbringung in einem Tierheim dürfte dem Hund weniger zusagen.

 

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